1965

Vor zwanzig Jahren wurde Österreich in die vier Besatzungszonen von Russen, Amerikanern, Briten und Franzosen unterteilt. Am 28. Feber verstirbt Bundespräsident Dr. Adolf Schärf im 8. Jahr seiner Präsidentschaft, sein Nachfolger wird Franz Jonas. In Inzing erhält Jonas 314 Stimmen, sein Gegenkandidat Dr. Alfons Gorbach 766. Zur Halbzeit der laufenden Gemeinderatsperiode hat Inzing sein Altersheim erweitert und modernisiert. Alois Kirchmair erhält die Gewerbeberechtigung für eine Bau- und Möbeltischlerei, Georg Haider für den Einzelhandel mit Schuhen. Vom 21. Juni bis 3. Juli 1965 bricht ein katastrophales Hochwasser über unseren Bezirk herein. Bedingt durch eine abnorm hohe Schneelage in Höhen über 1800 m, hohe Tagestemperaturen mit abendlichen Gewittern treten in den Seitentälern Bäche und Achen aus den Ufern, verwüsten Kulturgründe und Häuser. Muren verlegen Straßen, der Bahnverkehr ins Oberinntal wird unterbrochen, auch Inzinger Gebiet ist von den Überschwemmungen betroffen. Das Gendarmeriepostenkommando Inzing wird aufgelassen, zuständig für unser Gemeindegebiet ist nun mit Wirkung vom 16. Juli das Postenkommando Kematen. Bei den Landtagswahlen im Oktober wählen 620 Inzingerinnen und Inzinger ÖVP, 325 SPÖ und 82 FPÖ. Hubert Leitner übernimmt die Leitung des Kirchenchores. Die Gewerbeberechtigung als Elektromechaniker erhält Dipl.Ing. Erich Werner.